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Ergebnisse

Unter den mehr als 1.600 Kleinunternehmen, die seit Ende 2001 von der FIRMENHILFE beraten wurden, sind einige, an Hand derer sich typische Anrufsituationen, Beratungsleistungen und Ergebnisse zeigen lassen. Hier drei anonymisierte Beispiele: 1. Tunnelblick in der Arztpraxis: Eine Anruferin will ihre Arztpraxis aufgeben und fragt nach einer möglichst schadensminimierenden Vorgehensweise. Sie hat die Praxis erst wenige Monate zuvor gekauft und nicht rechtzeitig bemerkt, dass ihr Vorgänger kaum noch Patienten hatte. Ein Mietvertrag besteht noch für zwei Jahre, sie könnte aber nur noch einige Monate durchhalten. Frustration steht im Vordergrund und der Blick für Lösungsmöglichkeiten ist der Anruferin zunächst versperrt. Zusammen mit der FIRMENHILFE arbeitet sie die unterschiedlichen Möglichkeiten heraus und priorisiert sie: 1. (Best case): Sie findet einen Käufer für die Praxis. 2. Sie sucht einen Untermieter und versucht gleichzeitig die Anzahl der Patienten so zu steigern, dass sie durchkommt. Parallel sucht sie Käufer, um frühzeitig aus der Praxis ausscheiden zu können. 3. Wenn sie keinen Käufer findet, sollte sie bis zum Ende des Mietvertrages in der Praxis bleiben. Problem dann: Verlust einiger Geräte und des Praxiswertes. 4. (Worst case): Sie gibt jetzt auf, da sie ihre Kredite nicht zurückzahlen könnte und hohe Mietschulden auf sie zu kämen. Problem: Bei dieser Variante wäre ein Neustart kaum realistisch. Die Anruferin entscheidet sich für Option 2. Gemeinsam wird eine Liquiditätsplanung erarbeitet. Einige Monate später hat sie kontinuierlich Patienten hinzu gewonnen, die Praxis trägt sich jetzt. Ihr Entschluss, nach Mietvertragsende nicht weiter zu machen, steht jedoch fest. Sie schickt weiter regelmäßige Soll/Ist-Abgleiche an die FIRMENHILFE und berichtet über den Stand der Nachfolgersuche. Tauchen Interessenten auf oder und stehen Entscheidungen an, holt sie regelmäßig Rat ein. Sie hat Klarheit über ihre Situation gewonnen und steuert den Prozess jetzt selbst. 2. „Gesundschrumpfen“ eines Marketingfachmanns Ein jahrelang erfolgreicher Marketing-Strategieberater ruft an, um sich zum Insolvenzverfahren zu informieren. Es stellt sich heraus, dass er keine Schulden hat, aber deutlich höhere Ausgaben als Einnahmen. Grund dafür sind insbesondere dramatisch zurück gegangene Umsätze durch die schlechte wirtschaftliche Situation. Auch bei einem zweiten Standbein zeichnen sich Probleme ab. Die Beratung konzentriert sich darauf, zum Umdenken und Handeln zu motivieren. Der Mandant ist so frustriert von monatelangen Misserfolgen, dass er sich fast aufgegeben hat. Unter dem Leitbild „Aus einem Tanker muss ein kleines feines Schnellboot werden“ kann er motiviert werden, alle Ausgaben auf den Prüfstand zu stellen – insbesondere auch private. So wird im ersten Schritt das monatliche Minus stark reduziert. Das Leitbild geht auf, der Mandant berichtet, zum ersten Mal seit Monaten wieder durchschlafen zu können. Im zweiten Schritt wird vorgeschlagen, wie in einem FIRMENHILFE-Merkblatt beschrieben Sozialhilfe zu beantragen. Dies gelingt. Nach dieser Konsolidierung kann im dritten Schritt damit begonnen  werden, die Einnahmenseite zu sanieren. Verschiedene Ansatzpunkte werden identifiziert und vom Mandanten realisiert. Erfolgs- und Misserfolgserlebnisse wechseln einander in den folgenden Monaten ab. Der durchschlagende Erfolg ist noch nicht gefunden. Ob das alte Geschäftsfeld beim Anspringen der Konjunktur wieder Erträge bringt, bleibt auch offen. Es gilt zu motivieren und zu vermitteln Rückschläge zu akzeptieren. 3. Nachfolgerregelung in einem Handelsunternehmen Die Inhaber eines Spezialgeschäftes für Kulturgüter (10 Mitarbeiter)  wollen den Betrieb an die Kinder übergeben. Eine der künftigen Inhaberinnen ruft die FIRMENHILFE an, weil sie unsicher ist, wie vorzugehen ist. Es stellt sich heraus, dass die Fragen aus einem aufwendig und kostspielig erstellten Gutachtens eines Unternehmensberaters die Betroffenen verunsichern: Welche Rechtsform? Was bedeutet: „Die Entnahme wurde zum Teil nicht verdient“? In welcher Reihenfolge sollen die vorgeschlagenen Schritte gegangen werden? In der Folge wird das vom Unternehmensberater aufbereitete Zahlenwerk gemeinsam gesichtet und die schwierige finanzielle Situation besprochen. Dann werden die geplanten Veränderungen eingerechnet und ein Jahresergebnis nach Generationswechsel prognostiziert. Es stellt sich heraus, dass alle notwendigen Maßnahmen der zukünftigen Unternehmerin selber klar sind, die vom Unternehmensberater aufgeworfenen Fragen sie jedoch zum Teil überfordern und zum Teil überdimensioniert sind, insbesondere das Finanzcontrolling. Die Klientin möchte dazu Alternativen prüfen. Die FIRMENHILFE schlägt vor, das Kennzahlenprojekt der Handwerkskammer Hamburg zu kontaktieren und vermittelt Grundinformationen hierzu. Für die im Konzept diskutierte Teilbetriebsschließung wird vorgeschlagen, einen Fachanwalt einzubinden. Hierzu wird die Honorarordnung der Anwälte erläutert bzw. wie für diesen Fall am günstigsten damit umzugehen ist. Sechs Monate später ist die Nachfolgerin in der Kennzahlenberatung der Handwerkskammer und sehr zufrieden. Gleichzeitig verfeinert sie mit der FIRMENHILFE ihre Akquisitionsstrategie. Die Entscheidung, ob die Unternehmensnachfolge angetreten wird, ist immer noch nicht gefallen, aber zumindest sind die Parameter dafür jetzt klar.