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Finanzen im Griff haben

Phase 1: Orientieren

Was ist Orientierungswissen?
In einer schwierigen unternehmerischen Lage ist schnelle Orientierung das Gebot der Stunde. Wer sich in dieser Situation Informationen beschafft, neigt häufig zum blinden Ansammeln von Detailwissen und läuft Gefahr, in der Menge verfügbarer Informationen zu „ertrinken“.
Im Bereich Orientierungswissen liefern wir Ihnen zu den relevanten Themen einführende Informationen, die leicht verdaulich sind und ihnen Stück für Stück Übersicht über Ihre Handlungsoptionen erlauben.


Wer den Überblick hat, gewinnt Perspektiven. Anhand der folgenden Fragestellungen können Sie sich zunächst ein klareres Bild von Ihrer Situation verschaffen:

Warum sind Finanzen immer Chefsache?


Finanzen sind für jedes Unternehmen in doppelter Hinsicht überlebenswichtig: Sie stellen nicht nur die Mittel dar, um laufend Rechnungen begleichen zu können, sie spiegeln auch die Entwicklung Ihres Unternehmens wieder. Vernachlässigen Sie es also sich mit Ihren Finanzen auseinander zu setzen besteht die Gefahr, dass Sie den Gesamtüberblick über Ihr Unternehmen verlieren und Krisenanzeichen nicht rechtzeitig erkennen.

So ist es zwar ratsam, sich in Sachen Finanzen Unterstützung von Außen zu holen, jedoch sollten Sie das Management Ihrer Finanzen niemals komplett an Andere abgeben. In unserer Beratungspraxis hören wir z.B. häufig die Aussage:„Mein Steuerberater macht das eigentlich alles“. Dies ist jedoch ein Trugschluss, denn Ihr Steuerberater bereitet häufig nur die Zahlen aus der Vergangenheit auf, die er von Ihnen erhält.

Sie als Unternehmer sind die einzige Person die genau weiß, wie Ihr Geschäft funktioniert. Sie wissen wann Ihre Kunden zahlen und in welchen Phasen weniger oder mehr Umsatz zu erwarten ist. Aus diesem Grund sollten Sie Ihre Finanzplanung selbst in die Hand nehmen und Ihre Erfahrungen einfließen lassen. So verschaffen Sie sich einen Überblick und können in einer Krisensituation schneller reagieren.

Was ist Liquidität und warum ist diese so wichtig für jedes Unternehmen?

Der Begriff Liquidität entstammt dem lateinischen „liquidus“, was übersetzt „flüssig“ heißt. Liquide zu sein bedeutet also im Wesentlichen nichts anderes, als über ausreichend flüssige Mittel (z.B. Geld auf dem Girokonto oder in der Kasse) zu verfügen, um alle derzeit ausstehenden Rechnungen fristgerecht bezahlen zu können.

Liquidität ist für jedes Unternehmen sogar noch wichtiger als die Aussicht auf zukünftige Gewinne. Denn wer heute seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann, dem droht schon bald die Insolvenz. Da helfen im schlimmsten Fall die besten Zukunftsaussichten nichts. Fehlende Liquidität kann also die Existenz Ihres Unternehmens gefährden.

Aus diesem Grund ist es für jeden Unternehmer die wichtigste Aufgabe, stets dafür zu sorgen, dass genügend Liquidität vorhanden ist. Das wichtigste Instrument, um in der schnelllebigen Geschäftswelt immer ausreichend flüssige Mittel vorhalten zu können, ist eine aktive Liquiditätsplanung. Diese aufzustellen und laufend anzupassen ist der erste Schritt, wenn man den Überblick über seine Finanzen verloren hat oder bereits in Zahlungsschwierigkeiten steckt.

Was gehört sonst noch alles zum Finanzmanagement?

Das gesamte Spektrum finanzieller „Baustellen“ im Unternehmen geht natürlich über das Thema Liquidität hinaus. Denn auch mit aktiver Liquiditätsplanung als Fundament gesunder Finanzen ist es nicht ausgeschlossen, dass es einmal eng werden kann. So führen alle übrigen Finanzbereiche letztendlich zu einem Liquiditätsengpass, wenn man sie außer Acht lässt. Daher sollten Sie genau überlegen, was die eigentliche Ursache Ihres Liquiditätsengpasses ist. Haben Sie z.B. Ihre Preise falsch kalkuliert und können Ihre Kosten langfristig nicht decken? Oder liegt es einfach daran, dass Sie Ihre Verbindlichkeiten nicht im Blick haben und sich so nicht auf wichtige Zahlungstermine vorbereiten können?

Wo der Schuh bei Ihnen drückt können Sie im nächsten Schritt „Entscheiden“ herausfinden. Vorab haben Sie nun die Möglichkeit, einführende Informationen zu den jeweiligen Baustellen im Bereich Finanzen zu erhalten. Klicken Sie dazu in der folgenden Grafik auf die entsprechenden Begriffe:


Forderungen Verbindlichkeiten Privatentnahme BWA-Analyse Stundensatzkalkulation
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Kann wirklich jeder seine Finanzen selbst managen?

Ja. Finanzmanagement ist keine hohe Wissenschaft: Jeder Unternehmer kann mit überschaubarem Aufwand seine Finanzen selbst in den Griff bekommen. Wichtig ist dabei, dass Sie nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern das Problem jetzt gleich anpacken. Dabei gilt zunächst, sich einen Überblick über die eigene Situation zu verschaffen und eine erste Planung aufzustellen. Bereits mit wenigen Hilfsmitteln und ein bisschen Zeit kommen Sie so zu ersten Ergebnissen. Wie Sie damit am besten beginnen, lesen Sie in den folgenden Abschnitten.

 

Weiter zu Phase 2: Entscheiden

Sie haben einen ersten Überblick gewonnen? Dann haben Sie bereits einen wichtigen Schritt getan und können zur nächsten Phase übergehen.

Jetzt möchte ich praktische Entscheidungshilfen erhalten.

 

Gefördert durch:

Europäische Union - Europäischer SozialfondsFreie und Hansestadt Hamburg - Behörder für Wirtschaft und Arbeit

Das Projekt wird aus dem Europäischen Sozialfonds ESF und von der Freien und Hansestadt Hamburg finanziert.