Mit der Bank umgehen

Die Bank möchte eine Finanzplanung sehen. Wie mache ich das?

Diese Informationen haben wir für Sie in diesem Blogartikel zusammengefasst.

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Wie erreiche ich ein gutes Verhältnis mit der Bank?

Diese Informationen haben wir für Sie in diesem Blogartikel zusammengefasst.

Erforderliche Unterlagen sind i.d.R.:

  • Jahresabschluss, nicht älter als ein Jahr. Tipp: Viele sagen ihrem Steuerberater, dass dieser gleich eine Kopie an die Bank schicken soll.
  • Aktuelle BWA
  • Vermögensaufstellung (oft gibt es fertige Vorlagen seitens der Bank)
  • Letzter Einkommenssteuerbescheid

Ich bin auf ein Entgegenkommen meiner Bank angewiesen. Wie kann ich das erreichen?

Diese Informationen haben wir für Sie in diesem Blogartikel zusammengefasst.

Aufbau eines Gesprächsleitfadens/eines Briefes:

  1. Sensibilisieren Sie Ihren Gesprächpartner für Ihre Lage, indem Sie eine Vergangenheitsbeschreibung machen und die Situation erklären. Drücken Sie dabei aber nicht auf die sprichwörtliche „Tränendrüse“ und stellen Sie sich nicht als hilfloses Opfer dar, das nichts für seine Situation kann. So etwas würde Ihre Verhandlungsposition eher verschlechtern.
  2. Zeigen Sie Handlungsbereitschaft auf. Stellen Sie Maßnahmen vor, die Sie schon ergriffen haben (z.B. verstärkte Kundenakquise, schriftliche Angebote, Auftragsbestätigungen) und erläutern Sie, was Sie noch tun werden, um die Situation zu verbessern.
  3. Schildern Sie dann Ihr konkretes Anliegen (z.B. Erweiterung des Dispo-Rahmens, damit Sie für zwei Monate liquide bleiben) und zeigen Sie auf, welchen Beitrag dies zur Problemlösung beisteuert.

Welche Fehler machen Selbständige häufig im Umgang mit Banken?

Diese Informationen haben wir für Sie in diesem Blogartikel zusammengefasst.

Die häufigsten Fehler von Selbständigen im Umgang mit der Bank:

  • Sie bleiben defensiv und reden nicht von sich aus mit Ihrer Bank über bevorstehende Probleme/Änderungen. Probleme für sich zu behalten, ist nicht der richtige Weg.
  • Die Kontokorrentlinie wird privat genutzt oder muss dauerhaft geschäftliche Liquiditätsengpässe überbrücken. Wer permanent am Limit fährt, macht etwas falsch – das sieht und weiß auch die Bank.
  • Unterlagen wie BWAs, Einkommenssteuerbescheide u.ä. werden nicht regelmäßig eingereicht.
  • Der Kreditrahmen wird überzogen.

Warum ist es so schwer für Selbständige, bei der Bank Kredit zu erhalten?

Diese Informationen haben wir für Sie in diesem Blogartikel zusammengefasst.

Darf die Bank mir "außerordentlich" und "fristlos" kündigen? Was kann ich tun?

„Kredite oder Kreditzusagen, für die weder eine Laufzeit noch eine abweichende Kündigungsregelelung verinbart ist, kann die Bank jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen“, heißt es in Nr. 19 II der AGBs der Banken für die ordentliche Kündigung.

Wer einen Kredit mit einer fest vereinbarten Laufzeit hat, ist also grundsätzlich besser geschützt als ein Unternehmen, das nur mit einem Kontokorrentkredit auf dem Geschäftskonto finanziert ist. Wird die gesamte Geschäftsverbindung – also auch das Girokonto – gekündigt, läuft nach Nr. 19 I immerhin eine mindestens sechswöchige Frist für eine „ordentliche“ Kündigung an.

Allerdings gibt es auch eine „Rücksichtnahmepflicht“ der Banken. Dies steht mittlerweile sogar in den AGB unter 19 II: „Die Bank wird bei der Ausübung dieses Kündigungsrechts auf die berechtigten Belange des Kunden Rücksicht nehmen.“

Rücksicht nimmt eine Bank nach ständiger Rechtsprechung dann nicht, wenn sie „zur Unzeit“ kündigt. Die Bank muss Sie also vor einer fristlosen Kündigung warnen bzw. darf nicht überraschend kündigen.

Beispiel: Wenn die Bank über Monate eine Überziehung geduldet hat, kann sie nicht von einem Tag auf den anderen kündigen, ohne einen besonderen aktuellen Grund zu haben.

Dem Kunden soll also immer die Möglichkeit gegeben werden, eine Lösung anzubieten oder sich um eine Ersatzfinanzierung bei einem anderen Kreditinsitut zu bemühen. Die Bank muss dabei eine Dreimonatsfrist einhalten – darauf sollten Sie bestehen.

Tipp: Wichtig ist auf jeden Fall, schon früh auf Ankündigungen und Kritik der Bank zu reagieren. Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Firmenkundenbetreuer und vereinbaren Sie (am besten schriftlich) Vorgaben, die Sie erfüllen können und unter denen die Bank Ihnen verspricht, Sie weiter zu finanzieren.

Ich habe einen negativen Schufa-Eintrag und keine Bank gibt mir ein Konto. Was kann ich tun?

In diesem Fall kommt das sogenannte „Girokonto für Jedermann“ ins Spiel. Die Spitzenverbände der deutschen Kreditwirtschaft haben eine Empfehlung herausgegeben (ZKA-Empfehlung), nach der die Banken jedem Kunden auf Wunsch ein Girokonto auf Guthabenbasis (ohne Dispo) zur Verfügung stellen sollten. Dieses Konto ermöglicht das Einlösen von Gutschriften, Barein- und auszahlungen sowie die Tätigung und den Eingang von Überweisungen. Für Selbständige ist diese Möglichkeit zumeist eine Voraussetzung, um überhaupt weiter machen zu können.
Wie der Begriff „Empfehlung“ allerdings schon vermuten lässt, besteht für die Banken keine gesetzliche Verpflichtung, einem Kunden ein Konto auf Guthabenbasis zu gewähren. Es gibt auch konkrete Gründe, bei deren Vorliegen das Konto verwehrt werden kann (siehe Spalte rechts).

Wenn die Banken also aufgrund einer der genannten Gründe (oder auch gänzlich ohne Begründung) die Eröffnung eines Kontos auf Guthabenbasis ablehnen, bleibt Ihnen noch die Möglichkeit, sich an zuständige Kundenbeschwerdestellen zu wenden. Jeder Bankenverband hat hierfür sogenannten „Schiedsstellen“ eingerichtet. Die Adresse der zuständigen Schiedsstelle muss Ihnen Ihre Bank mitteilen. Diese überprüfen kostenfrei, ob die Entscheidung der Bank der ZKA-Empfehlung zum „Girokonto für Jedermann“ widerspricht. Ihre Beschwerden zu diesem Thema haben ausdrücklich Priorität, die Klärung sollte schnell erfolgen. Ein Beschwerdeformular, auf dem Sie nur noch wenige Angaben ergänzen müssen, finden Sie hier.

Gründe für das Verwehren eines Kontos:

  • Der Kunde verfügt bereits über ein Girokonto
  • Missbrauch der Leistungen der Bank (z.B. Betrug, Geldwäsche)
  • Falschangaben bei Vertragsschluss
  • Belästigung oder Gefährdung von Mitarbeitern und anderen Kunden
  • Das Konto ist bereits durch Pfändungen blockiert oder wurde ein Jahr umsatzlos geführt
  • Die Zahlung der vereinbarten Entgelte für das Konto sind nicht sichergestellt
  • Der Kunde hält sich nicht an Vereinbarungen
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