Mich weiter entwickeln

Ich will mich verändern, verliere dabei aber meine Ziele aus dem Blick. Woran kann das liegen?

Haben Sie sich vielleicht zu hohe Ziele gesteckt? Das ist wie das Phänomen mit den Vorhaben zum neuen Jahr: Das was man sich vornimmt, ist meistens viel zu groß. Es greift zu sehr in unsere Gewohnheiten ein und der Kopf reagiert bei zu großen Vorhaben gerne mit einer Abwehrhaltung. Unser Gehirn ist darauf programmiert, sich Veränderungen zu wiedersetzen. Das führt dazu, dass wir die von uns gesteckten Ziele erst gar nicht angehen und schnell wieder aus dem Blick verlieren, weil sie im Alltag nicht umsetzbar erscheinen. Das kennen Sie, oder?

Was also tun? Sie können sich selbst bzw. Ihre Angst zur Veränderung selber austricksen:

Versuchen Sie es einmal mit kleinen Schritten, deren Wirkung nicht zu unterschätzen ist.

Hier ein einfaches Beispiel: Viele nehmen sich vor mehr Sport zu machen und wollen von null auf hundert starten: „Ab morgen jogge ich jede Woche 2 x 30 Minuten“. Für die meisten Personen ist das Ziel viel zu hoch gesteckt und der Kopf findet ausreden, warum das nicht geht . Das Vorhaben gerät in den Hintergrund, die Unzufriedenheit wächst. Ein kleiner Schritt, sich darauf erst einmal zu konditionieren, könnte hier sein: „Ich nehme mir vor, zunächst jeden Tag vor dem Fernseher eine Minute lang zu maschieren.“ Das läßt sich leicht in den Alltag einbauen und bedeutet keinen totalen Umsturz der Gewohnheiten von jetzt auf gleich. Der Körper und vor allem der Kopf gewöhnen sich an die Regelmäßigkeit und an das positive Gefühl das sich einstellt, wenn die gesteckten Ziele erreicht werden – wenn sie auch noch so klein sind. Und kleine Ziele dürfen nicht unterschätzt werden, sie führen schneller zum Erfolg!

Wenn Sie kleine Schritte machen, können Sie damit also Folgendes erreichen:

  • Lösen von (kreativen) Blockaden
  • Umgehen mit Fluchtreaktionen
  • Schaffen neuer neuronaler Verbindungen, sodass das Gehirn den Veränderungsprozess begeistert annimmt und das Ziel schneller erreicht werden kann.

Probieren Sie es einfach aus. Sie werden erstaunt sein wie einfach es plötzlich ist, Vorhaben anzugehen und unzusetzen! Und Sie haben auch noch Freude dabei.

(Quelle: Maurer, Robert – Kleine Schritte die Ihr Leben verändern.)

Buchtipp

Kleine Schritte, die Ihr Leben verändern – Kaizen für die persönliche Entwicklung.

Von: Robert Maurer

Ich habe ein großes Problem, Entscheidungen zu fällen. Gibt es da eine Hilfe?

Manchmal ist es schwer, Entscheidungen zu treffen und man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Ein ganz typisches Beispiel dafür, sich nicht entscheiden zu können, betrifft den sog. „Bauchladen“. Was bedeutet das? Ein „Bauchladen“ ist eine Ansammlung verschiedenster Produkte/Dienstleistungen, die ein Selbständiger anbietet, die aber dass Profil des Angebots verwässert und unklar macht – meistens nicht zum Vorteil der Selbständigkeit. Was ist der Grund dafür? Viele können sich einfach nicht entscheiden, was wegfallen soll und was nicht. Das ist nur eines von vielen Beispielen in Punkto „Sich nicht entscheiden können“.

Das fühlt sich irgendwie unbefriedigend an und es entsteht das Gefühl, keinen Schritt weiter zu kommen.

An einem solchen Punkt ist es hilfreich, anhand klarer Kritierien alle Optionen zu gewichten, um zu einer Entscheidung zu kommen. Dies gelingt mit dem „Entscheidunghelfer“, den der Karrierecoach Svenja Hofert entwickelt hat und den wir mit freundlicher Genehmigung in unseren Instrumentenpool aufnehmen durften.

Was nützt Ihnen dieses Tool?
Über das Aufstellen persönlicher Entscheidungskriterien, die Sie in die Tabelle einfügen können, und dem anschließenden Gewichten der Kriterien, erhalten Sie ein klares Ergebnis. Dieses kann Sie bei der Entscheidungsfindung unterstützen, denn es beruht auf Ihrer individuellen Bewertung.

Wie können Sie das Tool benutzen?

  1. Zunächst legen Sie Ihre ganz persönlichen, verschiedenen Handlungsalternativen in den Tabellenüberschriften an. Dies erfordert bereits eine Fokussierung auf das Wesentliche, denn es sollten möglichst nicht mehr als drei sein, die für die Entscheidung wichtig sind.
  2. Im Anschluss legen Sie für diese Handlungsalternativen klare und feste Kriterien fest (max. sechs).
  3. Nun gewichten Sie die Kriterien danach, wie wichtig diese Ihnen sind : 1 für „wichtig“, 2 für „sehr wichtig“ und 3 für „unabdingbbar“.
  4. Dann definieren Sie den Erfülllungsgrad Ihrer Handlungsalternativen. Hier gilt 0: nicht erfüllt, 2: zu 70% erfüllt und 3: zu 100% erfüllt.
  5. Das Tool ermittelt nun die Summe der einzelnen Produkte und zeigt Ihnen, welche Ihrer Handlungsalternativen Ihrer Wunschlösung am nächsten kommt.

Viel Erfolg bei der fokussierten Entscheidungsfindung!

Sie haben den roten Faden verloren?

Oftmals haben wir Anrufer/innen, die im Alltag Ihrer Selbstständigkeit den Faden verloren haben. Meist ist daran die Frage gekoppelt: „Wie soll es weitergehen?“, oder die Sinnfrage wird gestellt.

Um sich aus den Alltagswirren einmal auszukoppeln und sich darauf zu besinnen, um was es in IHREM Leben gehen sollte hilft folgende Übung:

Stellen Sie sich vor,  Ihr übernächster runder Geburtstag steht unmittelbar bevor. Sie haben eine große Gesellschaft eingeladen und aus allen Lebensphasen werden Gäste da sein. Nun setzen Sie sich hin und schreiben eine Rede, eine richtige Hommage an Sie selber (auch wenn Sie das in der Realität nicht tun würden). Aus dem Blickwinkel Ihres fünfzigsten, sechzigsten oder auch siebzigsten Geburtstages beschreiben Sie nun sich selbst aus Sicht einer anderen Person. Bitte teilen Sie den Gästen Ihre Erfolge, Rückschläge, unerfüllten Wünsche, die für Sie wichtigen Werte und Motti mit, die Sie in Ihrem Leben bestimmt und geleitet haben. Beschränken Sie sich nicht bei der Beschreibung und dem „Rückblick“ auf sich und lassen Sie sich überraschen, welche Lobesrede sie über sich selbst schreiben.

Mithilfe dieser Rede sollte es Ihnen wieder leichter fallen Prioritäten zu setzen oder ggfs. zu verändern, Werte neu aufzustellen oder alte zu überprüfen. Sie haben sich einen neuen roten Faden erstellt.

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